Geschichte des Wing Tsun
Wing Tsun – auch Wing Chun, Ving Tsun oder WingTzun geschrieben – ist eine südchinesische Kampfkunst für die kurze Distanz. Die Schreibweisen sind Umschriften derselben Zeichen 詠春, die sich etwa mit „Frühlingsgesang“ übersetzen lassen.
- Legende · 18. Jh.
Ng Mui und Yim Wing-chun
Eine Shaolin-Nonne soll aus dem Kampf eines Kranichs mit einer Schlange eine kompakte Methode entwickelt und sie der jungen Yim Wing-chun gelehrt haben – damit sie sich gegen einen stärkeren Mann behaupten konnte. Die Kunst trägt ihren Namen.
- Überlieferung · 19. Jh.
Die Rote Dschunke
Mehrere Linien führen die Kunst über Wong Wah-bo und Leung Yee-tai, Darsteller der kantonesischen Opern-Truppen auf den „Roten Booten“, weiter.
- 19. Jh. · Foshan
Leung Jan und Chan Wah-shun
Mit dem Kräuterarzt Leung Jan in Foshan wird die Kunst historisch greifbar. Sein Schüler Chan Wah-shun unterrichtet den jungen Ip Man.
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Ip Man öffnet die Tür
Ip Man (1893–1972) geht nach Hongkong und unterrichtet dort erstmals öffentlich. Zu seinen Schülern zählt Bruce Lee, der die Kunst weltweit bekannt macht.
- ab 1960er
Leung Ting und das WingTsun-System
Leung Ting beginnt um 1960 bei Leung Sheung, dem ersten offiziellen Schüler Ip Mans in Hongkong, und lernt später bei Ip Man selbst. Er gründet die International WingTsun Association und strukturiert Lehrplan und Graduierung – unter der Schreibweise WingTsun.
Die Prinzipien
- Zentrallinie: Angriff und Schutz entlang der kürzesten Linie zum Gegenüber.
- Gleichzeitigkeit: Abwehr und Angriff in derselben Bewegung.
- Ökonomie: kurze Wege, wenig Kraftaufwand, Nutzung der gegnerischen Energie.
